Krankengymnastik am Gerät: Bewegung allein reicht nicht immer aus
Therapie

Krankengymnastik am Gerät: Bewegung allein reicht nicht immer aus

Petra Gillmann

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3 Min. Lesezeit

In der Physiotherapie reicht es nicht immer aus, einen Bewegungsablauf wiederherzustellen. Krankengymnastik am Gerät ermöglicht es, Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Belastbarkeit gezielt aufzubauen.

Der Körper muss im Verlauf der Therapie wieder mehr leisten

Zu Beginn einer Rehabilitation können bereits einfache Aktivitäten eine ausreichende Herausforderung darstellen. Beweglichkeit zurückzugewinnen und eine betroffene Körperregion wieder besser einsetzen zu können, nimmt dann einen wichtigen Teil der Behandlung ein.

Mit zunehmender Erholung steigen jedoch die Anforderungen. Mehrfach von einem Stuhl aufzustehen, Einkäufe zu tragen, Treppen zu steigen oder in den Beruf zurückzukehren erfordert neben Beweglichkeit auch Kraft und Ausdauer. An diesem Punkt kann gezieltes Training mit Belastung Teil der Physiotherapie werden.

KGG ist nicht einfach Training im Fitnessstudio

Bei der Krankengymnastik am Gerät (KGG) werden Trainingsgeräte und weitere Hilfsmittel therapeutisch eingesetzt. Belastung, Ausführung und Steigerung der Übungen orientieren sich an der aktuellen Funktion und daran, welche Fähigkeiten wieder aufgebaut werden sollen.

Bevor die Schwierigkeit erhöht wird, lässt sich beispielsweise beurteilen, wie eine Bewegung ausgeführt wird, welche Belastung bereits vertragen wird und wo noch Einschränkungen bestehen. Darauf aufbauend können Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination gezielt trainiert werden.

Auch Belastbarkeit muss trainiert werden

Nach einer Verletzung, Operation oder längeren Phase mit weniger Aktivität können grundlegende Bewegungen bereits wieder möglich sein, obwohl die körperliche Belastbarkeit für höhere Anforderungen noch nicht vollständig zurückgekehrt ist. Einige Stufen zu bewältigen bedeutet beispielsweise nicht automatisch, dass mehrere Treppen täglich schon problemlos möglich sind.

Deshalb kann eine schrittweise Steigerung der Belastung selbst Bestandteil der Therapie sein. Ziel ist es, die körperlichen Fähigkeiten zunehmend an die Anforderungen anzunähern, die im Alltag wieder bewältigt werden sollen.

Geräte helfen dabei, die Belastung gezielt zu dosieren

An Trainingsgeräten lassen sich Widerstand, Bewegungsumfang und Wiederholungszahl an die aktuelle Leistungsfähigkeit anpassen. Mit zunehmendem Fortschritt können diese Parameter entsprechend verändert werden.

So lässt sich nicht nur eine Bewegung üben, sondern auch die Fähigkeit entwickeln, sie häufiger, gegen Widerstand oder unter höheren Anforderungen auszuführen. Die Krankengymnastik am Gerät gehört zu den Behandlungsmöglichkeiten der KG Praxis Berkemeyer.

Mehr Gewicht bedeutet nicht automatisch mehr Fortschritt

Eine Steigerung muss nicht ausschließlich durch mehr Gewicht erfolgen. Je nach Therapieziel können auch Wiederholungszahl, Dauer, Bewegungsumfang, Geschwindigkeit oder die Komplexität einer Übung verändert werden.

Die Reaktion des Körpers während und nach dem Training liefert dabei wichtige Hinweise für den nächsten Schritt. So kann die Belastung entsprechend der bereits vorhandenen Belastbarkeit weiterentwickelt werden, statt lediglich einer vorgegebenen Abfolge zu folgen.

Entscheidend ist, was außerhalb des Trainingsraums wieder möglich wird

Die während einer Übung aufgebaute Kraft wird vor allem dann relevant, wenn sie konkrete Aktivitäten unterstützt. Die Rückkehr in den Beruf, längere Gehstrecken, Treppensteigen, sportliche Aktivitäten oder Aufgaben im Haushalt können dabei ganz unterschiedliche Anforderungen stellen.

Mit KGG lassen sich die dafür benötigten Fähigkeiten schrittweise aufbauen. Die Geräte sind damit nicht das eigentliche Ziel der Behandlung, sondern ein therapeutisches Mittel, um den Körper auf die Anforderungen vorzubereiten, die er im Alltag wieder bewältigen soll.

Kontakt

KG Praxis Berkemeyer Inh. Petra Gillmann: 04474 - 8393
fit & gesund: 04474 - 934850
E-Mail: info@kg-praxis-berkemeyer.de

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Geschrieben von

Petra Gillmann

Experte für Gesundheit und Wohlbefinden im Gesundheitshaus Garrel.

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