Wenn von Arthrose die Rede ist, denken viele Menschen sofort an starke Schmerzen und deutliche Bewegungseinschränkungen. Tatsächlich beginnen die ersten Veränderungen häufig deutlich früher und werden zunächst nicht als Anzeichen einer Gelenkerkrankung wahrgenommen.
Die ersten Veränderungen fallen oft kaum auf
Arthrose beginnt nicht immer mit Schmerzen.
Viele Menschen bemerken zunächst eher eine gewisse Steifigkeit am Morgen, brauchen einige Schritte, bis sich ein Gelenk wieder leichter bewegen lässt, oder verspüren ein leichtes Unbehagen nach längerem Sitzen.
Solche Situationen werden häufig auf das Alter, einen anstrengenden Tag oder mangelnde Bewegung zurückgeführt. Da die Beschwerden nach etwas Bewegung oft wieder nachlassen, erhalten sie anfangs meist wenig Aufmerksamkeit.
Veränderungen zeigen sich oft zuerst im Alltag
Die ersten Anzeichen einer Arthrose machen sich häufig nicht durch starke Schmerzen bemerkbar, sondern durch kleine Veränderungen im Alltag.
Manche Bewegungen fühlen sich plötzlich anders an als früher. Das Aufstehen vom Boden, die Gartenarbeit, das Ein- und Aussteigen aus dem Auto oder das Treppensteigen können etwas mehr Kraft oder Aufmerksamkeit erfordern. Oft entsteht dabei zunächst kein dauerhafter Schmerz.

Stattdessen treten Beschwerden häufig nur unter Belastung auf. Nach längeren Spaziergängen, körperlich anstrengenden Tätigkeiten oder sportlicher Aktivität macht sich das betroffene Gelenk bemerkbar. Nach einer Ruhephase lassen die Beschwerden oft wieder nach.
Gerade deshalb werden diese Veränderungen häufig lange nicht mit Arthrose in Verbindung gebracht. Viele Menschen gewöhnen sich an die neuen Einschränkungen oder schreiben sie dem Alter, mangelnder Bewegung oder einer vorübergehenden Überlastung zu.
Erst später werden die Einschränkungen deutlicher
Mit fortschreitender Arthrose werden beschwerdefreie Phasen oft kürzer.
Die Steifigkeit tritt häufiger auf, die Beweglichkeit nimmt weiter ab und alltägliche Aktivitäten erfordern zunehmend Anpassungen. Beschwerden treten nicht mehr nur nach Belastung auf, sondern begleiten Bewegungen, die früher selbstverständlich waren.
Diese Phase verbinden viele Menschen mit Arthrose, obwohl die ersten Veränderungen häufig bereits Jahre zuvor begonnen haben.
Beweglichkeit bleibt ein wichtiger Faktor
Auch bei bestehender Arthrose bleibt Bewegung ein wichtiger Bestandteil eines aktiven Alltags.
Beweglichkeit, Muskelkraft und körperliche Funktion beeinflussen maßgeblich, wie ein Gelenk im täglichen Leben genutzt werden kann. Deshalb spielen Maßnahmen zur Erhaltung der Mobilität eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.
Die Physiotherapie kann dabei unterstützen, Beweglichkeit zu fördern, körperliche Funktionen zu erhalten und individuelle Lösungen für alltägliche Herausforderungen zu entwickeln.

Nicht nur Schmerzen verdienen Aufmerksamkeit
Wenn über Arthrose gesprochen wird, steht meist der Schmerz im Mittelpunkt.
Dabei sind es oft die kleinen Veränderungen im Alltag, die sich deutlich früher bemerkbar machen. Wer bemerkt, dass bestimmte Bewegungen zunehmend schwerfallen oder gewohnte Aktivitäten vermieden werden, sollte diesen Veränderungen Aufmerksamkeit schenken.
Denn je früher solche Entwicklungen erkannt werden, desto besser lassen sich individuelle Möglichkeiten finden, um Mobilität und Aktivität langfristig zu erhalten.
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KG Praxis Berkemeyer Inh. Petra Gillmann: 04474 - 8393
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Geschrieben von
Petra Gillmann
Experte für Gesundheit und Wohlbefinden im Gesundheitshaus Garrel.



