Schwindel hat nicht immer seinen Ursprung im Innenohr
Therapie

Schwindel hat nicht immer seinen Ursprung im Innenohr

Petra Gillmann

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2 Min. Lesezeit

Wer unter Schwindel leidet, denkt oft zuerst an das Innenohr. Tatsächlich kann die Ursache aber auch an anderer Stelle liegen. Um die richtige Behandlung zu finden, lohnt es sich, die verschiedenen Zusammenhänge zu verstehen.

Nicht jeder Schwindel fühlt sich gleich an

Menschen, die bereits Schwindel erlebt haben, beschreiben das Gefühl oft ganz unterschiedlich.

Manche berichten davon, dass sich der Raum zu drehen scheint. Andere fühlen sich beim Gehen unsicher, haben Schwierigkeiten beim Drehen des Kopfes oder verspüren ein unangenehmes Gefühl, wenn sie aus dem Bett oder von einem Stuhl aufstehen.

Deshalb beschreibt der Begriff Schwindel ganz unterschiedliche Beschwerden, die nicht immer dieselbe Ursache haben.


Das Innenohr ist nur ein Teil des Gleichgewichtssystems

Damit wir unser Gleichgewicht halten können, arbeiten verschiedene Bereiche des Körpers eng zusammen.

Die Informationen aus dem Innenohr werden ständig mit den Eindrücken der Augen sowie mit den Rückmeldungen aus Muskulatur und Gelenken verglichen. Besonders die Halswirbelsäule spielt dabei eine wichtige Rolle.

Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, können Unsicherheit oder Schwindel entstehen, obwohl das Innenohr selbst völlig unauffällig ist.


Auch die Halswirbelsäule kann eine Rolle spielen

Verspannungen oder Bewegungseinschränkungen im Nacken werden häufig nur mit lokalen Beschwerden oder Kopfschmerzen in Verbindung gebracht. Tatsächlich können Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule aber auch Einfluss auf die Wahrnehmung von Bewegung und Gleichgewicht haben.

Das bedeutet nicht, dass jede Form von Schwindel ihren Ursprung im Nacken hat. Es zeigt jedoch, dass die Halswirbelsäule in bestimmten Fällen Teil des gesamten Beschwerdebildes sein kann.

Besonders wenn Schwindel im Zusammenhang mit Kopfbewegungen oder längeren statischen Haltungen auftritt, lohnt sich ein genauer Blick auf diesen Bereich.


Wo Physiotherapie unterstützen kann

Wenn sich bei der Untersuchung zeigt, dass muskuläre oder funktionelle Veränderungen zu den Beschwerden beitragen, kann die Physiotherapie gezielt an diesen Faktoren ansetzen.

Dazu gehören beispielsweise die Verbesserung der Beweglichkeit im Bereich der Halswirbelsäule, Übungen zur Koordination sowie Training von Haltung und Gleichgewicht. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer von der individuellen Ursache der Beschwerden ab und erfolgt gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit der ärztlichen Diagnostik.

Ziel ist es nicht nur, das Symptom Schwindel zu behandeln, sondern die zugrunde liegenden Funktionsstörungen zu verbessern.


Ein Symptom, das Aufmerksamkeit verdient

Schwindel ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Hinweis darauf, dass verschiedene Systeme des Körpers möglicherweise nicht optimal zusammenarbeiten.

Wenn Schwindel wiederholt auftritt oder den Alltag zunehmend einschränkt, kann eine gezielte Abklärung helfen, die Ursache besser einzuordnen und die passende Behandlung einzuleiten.

Nicht immer liegt der Ursprung im Innenohr. Manchmal lohnt es sich, den Blick auf das Zusammenspiel des gesamten Körpers zu richten.


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Geschrieben von

Petra Gillmann

Experte für Gesundheit und Wohlbefinden im Gesundheitshaus Garrel.

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